30 Tage Mathilda.

…und es fühlt sich viel länger an.

Nach vier Wochen ist vieles noch immer neu aber es gibt auch Routine. Z.b. nachts aufstehen, robotermäßig die Flasche machen, im Halbdunkeln wickeln, Salamibrote im Stehen verschlingen (mein Mittagessen) und den ganzen Tag im Schlafanzug rumrennen. Anziehen lohnt sich nicht wirklich. Und aus dem Haus gehe ich nur Samstags für 1 Stunde.  Einkaufen. Mit Mann und Kind, die beiden sitzen im Auto und ich renne im Fressrausch die Gänge im Rob ab. Dieses Mal lag mein Fokus auf Dessert. Also drei verschiedene Sorten Tiramisu und Mousse au Chocolat und Mousse au Speculos. Dazu vier verschiedene Schokojogurts, Fettgehalt mindestens 30 %. Während der Schwangerschaft habe ich keine sonderlichen Gelüste auf ungesunde Sachen gehabt. Das hole ich jetzt dafür nach.

30 Tage Mathilda bedeuten aber auch 30 Tage Sorgen. Plus zu denen aus der Schwangerschaft, plus unendliche viele, die noch kommen werden. Wenn alles gut geht haben wir aber morgen schon ein paar weniger. Morgen haben wir einen Termin beim Neurologen wegen M.`s roten Fleck. Bis jetzt ist ja alles in Ordnung und es gibt keine Auffälligkeiten.

Hab ich in der Schwangerschaft aber auch gedacht und dann knallt die Schwangerschaftscholestase rein in die Idylle. Das man mit solchen Nachrichten auch rational umgehen kann hat mir mein Arzt vorgemacht. Auf meine fast vorwurfsvolle Frage, warum er sich keine Sorgen wegen der Cholestase macht, antwortet er nur, er weiß was er tut. Eigentlich logisch. Er ist der Profi und bleibt wahrscheinlich auch der beste aller Profis.

Der erste Tag von Mathilda.

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