Ich beneide Kate. Kate Middleton. Nicht um William. Sondern um ihre Schwangerschaft, die sie in aller Öffentlichkeit genießen kann.

Ich beneide jede Frau, die eine unkomplizierte Schwangerschaft hat. Natürlich wird auch Kate sich wie jede andere Frau hin und wieder (überflüssige) Sorgen machen. Meine Schwangerschaft war voller Sorgen und Ängste. Nachdem ich 2011 eine Fehlgeburt hatte und die Mathilda-Schwangerschaft mit einer Bauchspiegelung um eine Eileiterschwangerschaft auszuschließen angefangen hatte, gings ab dem 5./6. Monat weiter mit Blutungen, Muttermundverkürzung, Schwangerschaftschollastase, Krankenaufenthalt über Weihnachten und vorzeitigem Kaiserschnitt weiter.

Da war nichts mit lustigen Shoppingausflügen zu IKEA oder Babyfachgeschäften oder freudiges Kinderzimmerplanen. Gemütlichen Kaffeekränzchen mit Geschenkeaustausch. Ich hatte regelrecht Angst und sah es als böses Omen Babyklamotten zu kaufen. Erst nach meinem Krankenhausaufenthalt als unser Zustand stabil war, hab ich zu einem Rundumschlag ausgeholt. Der dauerte aber auch nur vier Wochen denn Ende Januar wurde Mathilda per Kaiserschnitt geholt.

Ich hatte einfach Angst mich zu sehr zu freuen, Angst mich zu sehr an den kleinen Wurm in meinen Bauch zu gewöhnen. Angst, dann all die Freude, Neugier, Zukunftspläne, das Glücklichsein wieder hergeben zu müssen.